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Killer Elite

Wahre Fans des Genres haben bei einem Actionthriller der Marke Hollywood durchaus gewisse Ansprüche. Markante Schauspieler in den Hauptrollen, knallharte Kämpfe oder Schusswechsel und selbstverständlich auch ein gewisses Maß an Sprengkraft, um die Szenerie beim Höhepunkt der Handlung eindrucksvoll in die Luft gehen zu lassen. Derweil dürften Glaubhaftigkeit, Bodenständigkeit und Authentizität beim Drehbuch gern mal vernachlässigt werden. Dieser Spagat gelingt schließlich selten. Nichtsdestotrotz darf der US-amerikanisch-australische Actionfilm „Killer Elite“ aus dem Jahr 2011 mit Fug und Recht von sich behaupten, bei aller Explosivität keineswegs übertrieben zu sein. Während Hollywood-Blockbuster à la „Mission Impossible“ so unmöglich sind, wie ihr Titel verrät, hat sich Regisseur Gary McKendry hier nämlich an der Realität orientiert. Der Film basiert auf dem biografischen Roman „The Feather Men“ aus dem Jahr 1991, welcher von Sir Ranulph Fiennes verfasst wurde – ein Abenteurer, Forscher und ehemaliger Soldat der britischen Special Air Service Elitegruppe. Wer befürchtet, dass wegen derlei Realismus der nötige Kick beim Film fehle, dem sei gesagt, dass schon allein Besetzung der Hauptrollen bestes Kino verspricht.

Killer Elite Trailer

Ein blutiger Job

Vorspann in Mexiko im Jahre 1979: Auftragskiller verüben in der Stadt La Joyita einen Anschlag auf ein Fahrzeug. Einer von ihnen namens Danny Bryce (Jason Statham) erschießt wie beauftragt die Zielperson. Dann jedoch erkennt er ein Kind daneben im Auto und zögert, was dazu führt, dass er selbst angeschossen wird. Nur durch seinen Kollegen, Freund und Mentor Hunter (Robert De Niro) überlebt er den missglückten Auftrag. Dieses Erlebnis lässt den Attentäter zu dem Entschluss kommen, seinen Beruf aufzugeben und ein Leben ohne Blut und Mord zu führen. Ein Jahr später befindet er sich im vermeintlichen Ruhestand und lebt im australischen Yarra Valley. Bryce bekommt ein Foto zugeschickt, worauf Hunter offensichtlich als Geisel von Scheich Amr zu sehen ist. Er kann nicht anders und muss seinen einstigen Weggefährten retten, also fliegt er zwei Tage später nach Oman. Dort stellt ihm der todkranke Scheich die Bedingung, dass er drei ehemalige SAS-Angehörige töten soll – ein Auftrag, den Hunter selbst abgebrochen hatte. Das Attentat ist für den Scheich selbst eine Rache für seine drei Söhne, welche von SAS-Soldaten getötet wurden. Dieser Vergeltungsanschlag soll allerdings nach einem Unfall aussehen, damit keine Rückschlüsse auf den Auftraggeber gezogen werden können. Wenn alles erledigt wird, gibt es 6 Millionen US-Dollar als Belohnung sowie die Freilassung von Hunter. Da ein Versuch, Hunter gewaltsam zu befreien, bereits gescheitert ist, muss Bryce notgedrungen wieder als Auftragskiller aktiv werden und den Job annehmen.

Die Bürde des eigenen Gewissens

In Großbritannien angekommen unternimmt er erste Planungen und rekrutiert zwei ehemalige Kollegen. Derweil hat allerdings auch die Geheimgesellschaft namens „The Feather Men“, die zum Schutz ehemaliger SAS-Mitglieder eingesetzt werden, von dem Auftrag erfahren und beauftragen ihren besten Mann, Spike Logan (Clive Owen), mit der Sache. Unwissend beginnen die Attentäter ihre Arbeit. Der erste Ex-Soldat wird in seiner Wohnung aufgespürt und die fingierte Unfall vorbereitet. Unterdessen erzählt dieser während der Aufnahme des Beweis-Videos, dass nicht er sondern ein anderer Soldat seinerzeit den Sohn des Scheichs getötet hat und dieser Soldat nun außerdem ein Buch über SAS-Einsätze schreibt. Bryce glaubt ihm nicht und in einer handgreiflichen Auseinandersetzung wird der Ex-Soldat erschossen. Die nächsten beiden Opfer können planmäßig und unauffällig exekutiert werden, womit der Auftrag eigentlich abgeschlossen wäre. Allerdings stellt sich nun heraus, dass das erste Opfer die Wahrheit berichtet hat und somit eine Zielperson nach wie vor am Leben ist und tatsächlich ein Buch verfasst hat; es handelt sich um Ranulph Fiennes. Bryce reist daher erneut nach England, um die Sache zu Ende zu bringen. Dort allerdings steht ihm eine Überraschung bevor und es offenbaren sich Machenschaften, die weit über die Bedeutung von bloßer Rache hinaus gehen.